Blumenkinder Gottes

24. Februar 2012

In einem der letzten Gottesdienste hatte unser Pastor die Gemeinde gebeten, am kommenden Sonntag je eine Schnittblume mitzubringen. Und tatsächlich: An dem besagten Sonntag brachten tatsächlich fast alle Gemeindemitglieder eine Blume mit. Es waren alle Arten dabei, von Rosen über Nelken bis hin zu Narzissen. Große, kleine in allen erdenklichen Farben. Den ganzen Beitrag lesen »

Gott ist größer als mein Hass

10. Januar 2012

Es ist ungefähr sechs Jahre her. Meine langjährige beste Freundin hatte mich an ihren neuen Lover für ein paar billige Komplimente verraten und verkauft. Er vergötterte sie aufgrund ihres Aussehens und kaufte ihr jedes Wort ab, das von ihren Lippen kam. Sie war die Gute, ich die Schlechte und allenfalls gut genug, in ihrem Schatten zu wandeln und in Demut ihre Schleppe zu tragen. Aber nicht nur das. Haltlose Anklagen und Unterstellungen von seiner Seite ließ sie einfach auf mir sitzen. Ich war fassungslos über ihre Parteilichkeit und Ignoranz gegenüber meinen verletzten Gefühlen.

Natürlich lehnte ich mich gegen all diese Verleumdungen und Ungerechtigkeiten auf, aber ihre letzten Worte per Email waren, dass ich mit dem Hass in meinem Herzen fertig werden solle, dann sei es wenigstens für etwas gut gewesen.

Hass in meinem Herzen?! Das hatte mir gerade noch gefehlt! Wie sollte ich vor Jesus treten mit Hass in meinem Herzen? Gott hasst den Hass, da war ich mir sicher. Aber wie diese Personen lieben, die einen mit verletzenden Worten und aus der Luft gegriffenen Unterstellungen zu solch negativen Gefühlen gedrängt hatten? Ein ganzes Jahr lang litt ich unter meiner Unfähigkeit, dieser Freundin verzeihen zu können, geschweige denn, sie lieben zu können, wie Jesus es uns aufgetragen hatte. (Mat 5,44)

Das Gebet als Akt der Verzweiflung
Ich fuhr regelmäßig zum Kloster Kamp und bat Jesus um Hilfe. Ich wollte diesen Hass in meinem Herzen nicht. Ich wollte Jesus gefallen, Ihm wohlgefällig sein. Für mich war klar: mit dem Hass auf diese Ex-Freundin und ihren Verehrer konnte das nicht gehen. Ich war verzweifelt, weil nichts fruchtete. Kein Gebet und keine Bitte schienen Abhilfe zu schaffen. Ich war plötzlich in Bedrängnis geraten und das, obwohl ich unschuldig angeklagt und verurteilt worden war.

Eines schönen Tages fuhr ich wieder zum Kloster. Ich stellte mich vor eine Pietà, eine Skulptur, wo Jesus als Gekreuzigter in den Armen seiner Mutter liegt, und hörte mich sagen: “Jesus bitte, wenn Du mich wirklich liebst und Du mir ein Geschenk machen möchtest, dann segne mich in dem Hass auf diese Frau. Ich kann sie nicht lieben. Ich kann sie noch nicht einmal lieben wollen. Und wenn ich so etwas sagen würde, wäre ich der größte Lügner vor dem Herrn.”

Das war keine mutige Aktion, eher ein Akt der Verzweiflung, weil nichts mehr ging.

Ich weiß noch, dass ich völlig zerknirscht nachhause gefahren bin. Ich dachte: Was für ein Unsinn, so etwas von Jesus zu erbitten! Als wenn Er das erhören würde! Er hasst den Hass!” Ich glaube, ich wäre heute vielleicht noch Christin, aber eine sehr unglückliche, wenn nicht folgendes passiert wäre:

Die Entdeckung im Bus
Ich saß am nächsten Morgen wie immer im Bus auf dem Weg zur Arbeit und holte meine kleine Gute-Nachricht-Bibel hervor. Ich las jeden Morgen darin. Nichts Spezielles. Einfach das, was mir beim Aufschlagen in die Hände fiel. So auch an jenem Morgen. Ich stieß auf Psalm 55 mit der Überschrift “Vom Freund verraten”.
Das ist mein Thema, dachte ich etwas überrascht, und begann zu lesen.

Ich liebe David heute noch dafür, dass er seinem Herzen damals vor über 2000 Jahren Luft machte, indem er über seinen Freund, der ihn verraten hatte, schrieb:

„Wäre er immer mein Feind gewesen, er, der mich jetzt beschimpft – ich könnte es ertragen! Hätte er mich immer schon gehasst, er, der sich über mich erhebt – ich wäre ihm aus dem Weg gegangen.
Doch nein, du bist es, ein Mann von gleichem Rang, mein engster und vertrauter Freund!
Wie haben wir unsere Gespräche genossen; einmütig gingen wir in Gottes Haus!
Der Tod soll meine Feinde holen, ganz überraschend soll er für sie kommen! Lebend sollen sie hinunter in die Totenwelt; denn die Bosheit wohnt in ihren Häusern und Herzen!
Ich aber schreie zu Gott, und er, der Herr, wird mir helfen.
Am Abend, am Morgen und am Mittag bringe ich mein Klagen und Stöhnen vor ihn, und er hört mich!
Er rettet mich und bewahrt mein Leben bei allen Angriffen meiner Feinde; denn viele werden mir zur Seite stehen.
Gott, der seit Menschengedenken regiert, hört mein Gebet und zahlt es ihnen heim; denn sie wollen sich nicht ändern und weigern sich, ihn ernst zu nehmen.
Der Verräter vergreift sich an seinen Freunden und bricht das feierliche Bündnis.
Süß wie Sahne sind seine Worte, aber sein Herz denkt nur an Krieg. Glatt wie Öl fließt seine Rede, doch jedes Wort ist ein spitzer Dolch.
Wirf deine Last ab, übergib sie dem Herrn; er selber wird sich um dich kümmern! Niemals lässt er die im Stich, die ihm die Treue halten.“ (Psalm 55,13-23)

Angenommen. Auch mit Hass.
Ich war baff. Ins Totenreich würde selbst ich meine ehemals beste Freundin nicht wünschen, aber Davids Klagen über seinen Freund sprachen mir aus der Seele. Und David WAR ein Mann nach dem Herzen Gottes! Gott hat David erst einmal angenommen MIT dem Hass in seinem Herzen und ihn nicht gemaßregelt oder gar verstoßen.

Ich kann nicht sagen, wie viele Steine mir vom Herzen gefallen sind, aber eins kann ich mit Gewissheit sagen: Gott ist immer größer als wir Ihn denken können!
Psalm 31, 8-9 trifft diese Erleichterung auf den Punkt:
Ich will jauchzen und mich freuen über deine Gnade, dass du mein Elend angesehen, die Bedrängnisse meiner Seele erkannt hast, dass du mich nicht überliefert hast in die Hand des Feindes, sondern meine Füße auf weiten Raum gestellt hast.

Ich kann nur sagen: Halleluja! Mehrfach Halleluja!

Eine Ahnung von Gottes Güte

4. Januar 2012

Ich war damals fünfzehn Jahre alt und in einem Nonnen-Internat. Ich wollte da sein, weil ich den Film “Das fliegende Klassenzimmer” gesehen hatte und unbedingt diese Atmosphäre live erleben wollte.

Aber irgendwie haute das nicht so ganz hin. Es war alles nicht so prickelnd und abenteuerlich wie in dem Film. Die ganze Atmosphäre schien eher verschroben und eingefahren und nach kurzer Zeit sehnte ich mich nach meinem bis dahin eher langweiligen Zuhause. Aber so einfach kam ich aus der Nummer nicht heraus. Ich hatte mich für ein Jahr festgelegt und musste wohl oder übel durch.

Ich weiß nicht mehr, was mich und meine Freundin Dorothee damals getrieben hat, im Supermarkt zu klauen. Wir hatten beide nur ein kleines Taschengeld und es reichte sicher nicht für all den erdenklichen Schnick-Schnack, den junge Mädchen so meinen zu brauchen. Aber deshalb fangen noch lange nicht alle das Klauen an.

Waghalsige Diebeszüge
Dorothee und ich schon. Wir zogen los mit einer großen Einkaufstasche und ließen alle möglichen Sachen darin verschwinden, die attraktiv für uns waren: Deo, Make-up und allerlei anderen Kram, den wir uns nie für Geld gekauft hätten.

Einige Male ging das gut. Wir wurden richtig waghalsig, weil uns ja keiner entdeckt oder gar entlarvt hatte. Also weiter wie bisher!

Eines weniger schönen Tages geschah es dann: Ein Sicherheitsmensch des Supermarktes hielt Dorothee mitsamt Tasche an der Kasse an und stellte sie zur Rede. Ich war einige Meter hinter ihr und tat etwas, für das ich mich heute noch schäme: Ich rannte weg, so schnell ich konnte. Ausgerechnet in Richtung Internat! Was tun? Mit wem über unsere Taten reden?

Wie dem Schafott entgehen?
Wir waren nun beide dran, soviel war klar! Aber Dorothee war ins Fegefeuer geraten und ich noch damit beschäftigt, diesem zu entgehen! Irgendwann kam Dorothee wieder. Sie sagte nichts. Aber ich fühlte mich schrecklich und mies. Aber damit war nicht Schluss.

Ich wurde zu Schwester Gertrudis gerufen. Sie war stellvertretende Direktorin und ORDENSCHWESTER! Oh, mein Gott, welch einer Schmach war ich ausgesetzt! Wie konnte ich einer Ordensfrau mit meinem Vergehen gegenüber treten, ohne dass sie mich gleich zerfleischen und in Stück reißen würde?

Ich erinnere mich, dass sie mich fragte, was los sei. Ich eierte herum und redete um den heißen Brei, in der stillen Hoffnung, dem sicheren Schafott zu entgehen. Schließlich sagte sie ganz sanft und eher beiläufig: “Und das ist alles, was Sie mir zu sagen haben?” Ich wusste, ich muss nun mit der Sprache herausrücken und war der festen Überzeugung, dass sie mir den Kopf abreißt, wenn ich ihr alles beichten würde. Ich tat es trotzdem. Es gab ja eh kein Entrinnen.

“Machen Sie sich nicht allzu viele Sorgen”
Was dann kam, war für mich die erste Begegnung mit der sprichwörtlichen Güte Gottes. Sie hörte sich meine ganze Beichte an, ohne ein einziges Wort zu verlieren. Ich weiß heute nicht mehr, was sie genau gesagt hat. Aber ich erinnere mich, dass sie völlig unerwartet reagierte. Nicht mit Vorhaltungen oder mit Drohungen. Sondern mit einem Verständnis, das ich ihr, einer Ordensfrau, niemals zugetraut hätte. Sie sagte etwas wie: “In Ihrem Alter passieren solche Dinge manchmal. Deshalb sind Sie kein potentieller Dieb. Sie haben erkannt, dass Sie einen Fehler gemacht haben. Lernen Sie daraus und machen Sie sich nicht allzu viele Sorgen darüber!”

Wow! Das aus dem Mund einer Ordensschwester! Schwester Gertrudis ist schon lange tot, aber sie war für mich die erste Begegnung mit Gottes personifizierter Güte! Heute erinnert mich 2. Timotheus 2,13 noch daran: „Und doch bleibt er treu, auch wenn wir ihm untreu sind; denn er kann sich selbst nicht untreu werden.“ Dem kann ich nur zustimmen, ich kann ein Lied davon singen! Halleluja!

Warum nicht gleich?

13. Dezember 2011

Meine Enkeltochter Paula ist nun 21 Monate alt und zeigt deutlich den Beginn der allgemein bekannten und berüchtigten Trotzphase. Beispielsweise weiß sie sehr genau, dass Fernbedienungen für sie tabu sind. Trotzdem lässt sie es sich nicht nehmen, sich genau diese zu greifen, sobald sie die Gelegenheit dazu hat.

Letzens passierte es dann: Den ganzen Beitrag lesen »

Sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund

6. Dezember 2011

Ich hatte mehr als zehn Jahre mit Psychosen zu kämpfen. Solche Menschen, die psychisch krank sind, gelten noch heute als labil und schwach. Leute, die mich damals noch nicht gekannt haben, behaupten jedoch heute von mir, ich sei eine starke Frau. Ja, das war ich vor den Psychosen und heute, sechs Jahre danach! Aber in all diesen vielen furchtbaren Jahren war ich ein Häufchen Elend. Diese Zeit war alles andere als lebenswert. Ich hasste schon am Morgen den Tag, der gerade erst angefangen hatte. Am liebsten hätte ich mir gewünscht, einfach nicht mehr aufzuwachen, um dieser seelischen Hölle zu entgehen.

Gott sei Dank, so kann ich heute sagen, habe ich mich in dieser Zeit an ein Zitat in Anlehnung an Matthäus 8, 8 erinnert. Es findet in der evangelischen Abendmahlsliturgie, aber auch in der katholischen Einleitung zur Kommunion Anwendung. Es lautet: “Herr, ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.”

Daran habe ich immer geglaubt: Wenn Gott dieses eine Wort spricht, werde ich gesund. Jahrelang geschah nichts. Aber ich war mir weiterhin sicher, dass es nur eines einzigen Wortes aus Gottes Mund bedurfte, um mich wieder gesund zu machen.

Unvorstellbar, auch für mich
Irgendwann muss Er dieses Wort gesprochen haben. Denn heute bin ich vollständig gesundet, gänzlich ohne Tabletten und obendrein sehr kreativ unterwegs. Das war für meine damalig behandelnden Ärzte unvorstellbar – und es waren weiß Gott nicht die schlechtesten. Für mich war es nach dieser langen Durststrecke ehrlich gesagt ebenso unvorstellbar.

Deshalb finde ich mich in der Geschichte der blutflüssigen Frau aus Matthäus 9,20-22 absolut wieder: „Und siehe, eine Frau, die seit zwölf Jahren den Blutfluss hatte, trat von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes. Denn sie sprach bei sich selbst: Könnte ich nur sein Gewand berühren, so würde ich gesund. Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und die Frau wurde gesund zu derselben Stunde.“

Aussichtslos? Egal!
Seit ich gesund bin, weiß ich: Was damals galt, gilt auch heute noch! Nicht nur für mich, sondern für alle, die Gott von Herzen suchen und Ihm alles zutrauen. Auch nach vielen zermürbenden Jahren einer schier unbezwingbar scheinenden Krankheit kann er wirklich gesund machen. Ist es nicht wunderbar, dass Jesus heute noch genauso heilt wie vor 2000 Jahren?

Bei manchen dauert es zwölf Jahre, bis er oder sie gesund werden, wie bei der blutflüssigen Frau aus Matthäus 9,20-22. Bei anderen geht es 18 Jahre, wie bei der Frau, die einen kranken Geist hatte (Lukas 13,11-13). Beim Gelähmten vom Teich Bethesda dauerte es sogar 38 Jahre (Johannes 5,5-9).

Aber gesund wurden sie alle! Ein Gott, der Tote auferwecken kann wie einst Lazarus (Johannes 11,44), kann auch Menschen heilen. Ganz egal, wie aussichtslos die Lage scheint oder wie die Diagnose der Ärzte ausfällt.

Das habe ich zumindest erlebt. Mich hat Er geheilt! Dabei habe ich überhaupt nichts Besonderes getan, ich bin niemand Besonderes. Ich habe nur geglaubt, dass Er es tun kann. Und wenn Er es für mich getan hat, dann wird Er auch Ihr Flehen nicht überhören und ihnen zusprechen: „Sei getrost, meine Tochter/mein Sohn, dein Glaube hat dir geholfen.“ (Lukas 17,19)

Christ sein ohne Christus?

28. November 2011

Ehrlich gesagt bekomme ich langsam die Krise, wie viele sich Christen nennen, aber nichts von Jesus Christus wissen wollen. Meine Schwester ist so eine. Den ganzen Beitrag lesen »

Scherben und Lilien

8. November 2011

Gestern Nacht wachte ich auf. Mein Fernseher lief noch. Ich hörte ein bemerkenswertes Zitat aus einer Predigt von Bibel TV:

„Eine Scherbe, in der sich der Glanz Gottes wiederspiegelt, ist die einzige Ganzheit, die für uns auf Erden erreichbar ist.“

Ich habe weder den Namen des Verfassers, noch die Ausführungen der Predigt mitbekommen, aber diese Aussage beschäftigte mich. Den ganzen Beitrag lesen »

Der barmherzige Samariter und die Frage: Wer ist nun wirklich Christ?

25. Oktober 2011

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass viele Christen zu wissen glauben, was Gottes Wille ist und entsprechend tatkräftig andere maßregeln. Sie sind der Meinung, in Gottes Auftrag zu handeln. Selten haben sie Kenntnis über die Person, mit der sie es zu tun haben. Geschweige denn, von dem Lebensweg, den dieser Mensch auf seiner Suche nach Gott schon hinter sich hat und was diesem Menschen auf der Seele brennt. Den ganzen Beitrag lesen »

Gott vertrauen = fremd bestimmt?

20. Oktober 2011

Neulich hat mich die Aussage meiner Tochter zum Nachdenken gebracht. Sie sagte, sie könne meinen Glauben nicht ganz nachvollziehen. Sie würde lieber auf den rationalen Verstand setzen, als durch Gott fremd bestimmt zu sein. Nicht dass meine Tochter nicht an Gott glaubt oder sich nicht auch im Gebet an Ihn wendet. Aber ihr Leben von Ihm bestimmen lassen, nein, das geht ihr zu weit. Sie möchte eben nicht fremd bestimmt leben.

Ich habe mich gefragt, ob ich fremd bestimmt lebe, nur weil ich mein Leben in Gottes Hände lege. Ich fühle mich weiß Gott nicht als Marionette, die an irgendwelchen Strippen hängt und nach beliebigem Gutdünken eines Puppenspielers herumgeführt wird. Ganz im Gegenteil.

Zum Glück kam es oft anders
Gottes Zusagen geben mir Mut und Kraft, gelassen in die Zukunft zu schauen. Wenn ich mich auf Ihn nicht verlassen kann, auf wen dann? Auf Menschen, die sich heute meine Freunde nennen und mich morgen schon verlassen können? Auf meinen rationalen Verstand, der vielleicht die Gegenwart erfassen kann aber ganz bestimmt nicht die Zukunft?

Mein Vertrauen in Gottes Führung und meine Überzeugung, dass es gut ist, von Gott abhängig zu sein und zu bleiben, ist auch nicht über Nacht entstanden. Ich musste einige Tiefschläge und Enttäuschungen einstecken, bis ich feststellte, dass ich gar nichts bewerkstelligen kann, was nicht mit Gottes Willen im Hinblick auf mein Lebensziel übereinstimmt.

Ich wollte mehr als einmal mit dem Kopf durch die Wand und habe mir wunderbare Strategien ausgedacht, wie mein Vorhaben gelingen könnte, aber leider – rücklickend Gott sei Dank – kam dann alles anders. in Sprüche 19,21 heißt es: In eines Mannes Herzen sind viele Pläne (im Herzen einer Frau zuweilen auch:-)); aber zustande kommt der Ratschluss des HERRN.

Kein Fremder hält mein Leben
Eine Zeit lang dachte ich, dass Gott mir einfach einen Strich durch alle meine Rechnungen machen will, um seine Macht zu demonstrieren. Das wäre sicher keine gute Basis für eine vertrauensvolle Beziehung. Aber ein Gott, der mir in Liebe zugewandt ist und es gut mit mir meint – und vor allem, als EINZIGER den Durchblick hat, ist schon weitaus vertrauenserweckender.

Und das Gute ist, dass man Gott persönlich kennen lernen kann, so dass ich keinem Fremden mein Leben anvertraue. Das würde ich auch nicht! Daher fällt es mir nicht schwer, Sprüche 16,3 auch für mich in Anspruch zu nehmen: „Befiehl dem HERRN deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen.“

Gelassen in die Zukunft blicken
Egal wie rational ein Verstand auch sein mag und wie hoch der persönliche IQ auch ausfällt, wir können alle letztlich nur bis zum Tellerrand schauen. Aber Gott sieht weiter, höher, tiefer. Und wem sollte ich lieber Vertrauen schenken, als dem, der sich über Jahrtausende bei denen bewährt hat, die bereit waren, Ihm dieses Vertrauen entgegen zu bringen?

Der immer derselbe bleibt und dadurch die einzige Konstante ist? (Jesaja 46,4) Mit Fremdbestimmung hat das wenig zu tun. Eher mit der Gewissheit, gelassen in die Zukunft blicken zu können, die ein anderer im Blick hat, der mich liebt und will, dass mein Leben gelingt.

Wenn man Gottes Wort falsch versteht

17. Oktober 2011

Meine Mutter hat uns Kinder regelrecht zum Kirchgang genötigt. Damals fand ich es furchtbar. Weil ich nicht verstand, weshalb ich eine Stunde in der Kirche sitzen und mir Horrorgeschichten über diesen Gott anhören sollte, der völlig unverständliche Dinge tut.

Zum Beispiel in Matthäus 22,1-14. Den ganzen Beitrag lesen »